Von September 2025 bis Januar 2026 nahmen im Rahmen unserer NIRO-Akademie Führungskräfte aus Mitgliedsunternehmen an der Qualifizierung „Führungskräfte Operations – Produktion und Logistik“ teil. Das Programm umfasste sieben Schulungstage und entwickelte operative Führungskräfte gezielt in den Bereichen Lean Management, Projektmanagement sowie Führung und Kommunikation, damit sie die Inhalte direkt in unternehmensinternen Projekten anwenden können.
Die Qualifizierung gliederte sich in drei inhaltliche Module. Ergänzt wurde das Programm durch kollegiale Fallberatungen sowie einen Abschlussworkshop mit den jeweiligen Vorgesetzten.
Struktur und Inhalte der Qualifizierung
Im „Modul Lean Management“ standen die effiziente Gestaltung von Prozessen, der Einsatz bewährter Werkzeuge und Methoden sowie der kontinuierliche Verbesserungsprozess im Mittelpunkt.
Das Modul „Projektmanagement“ vermittelte Grundlagen zur Planung, Umsetzung und Bewertung von Projekten und beleuchtete Unterschiede zwischen agilem und traditionellem Projektmanagement. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der strukturierten Präsentation von Projektergebnissen.
Im Modul „Führung, Motivation und Konflikte“ setzten sich die Teilnehmer mit Führungsstilen, Kommunikation, Veränderungsmanagement sowie Selbstreflexion auseinander.
Ein zentrales Element der Qualifizierung waren drei kollegiale Fallberatungen, in denen aktuelle Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer gemeinsam analysiert und diskutiert wurden.
Unternehmensprojekte mit direktem Praxisbezug
Alle Teilnehmer bearbeiteten während des Programms ein konkretes Projekt aus ihrem Unternehmen.
Das Projekt „Materialfluss und Stellflächenoptimierung“ zielte auf den Einbau eines neuen Produktionsbodens, um den Materialfluss neu zu strukturieren und Stellflächen effizienter zu gestalten.
Im Projekt „Erstellung und Einführung eines Wartungs- und Reinigungsplans“ wurde eine strukturierte Grundlage für die Instandhaltung geschaffen. Dieses Projekt ist eng mit der laufenden Einführung von 5S im Unternehmen verknüpft.
Mit dem Projekt „Optimierung der Durchlaufzeit des Richtglühens von Grundkörpern“ sollte die Durchlaufzeit systematisch analysiert und nachhaltig verkürzt werden. Im Rahmen einer kollegialen Fallberatung lernten die Teilnehmer im Unternehmen vor Ort die Wertstromanalyse kennen, analysierten gemeinsam den Material- und Informationsfluss, identifizierten Engpässe sowie Liegezeiten und leiteten konkrete Verbesserungspotenziale ab.
Strategische Investitionsentscheidungen standen beim „Modifizierung eines Bearbeitungszentrums (WFL) für standortübergreifende Fertigung“ im Fokus. Nach einer systematischen Prüfung verschiedener Optionen konnte eine wirtschaftliche Lösung umgesetzt werden, die hohe Investitionskosten vermied und neue Fertigungsmöglichkeiten über Standorte hinweg eröffnete.
Abschlussworkshop und Feedback
Im Abschlussworkshop präsentierten die Teilnehmer ihre Projektergebnisse vor ihren Vorgesetzten. Dabei zeigte sich deutlich der Nutzen der praxisorientierten Ausrichtung des Programms.
Ein Vorgesetzter betonte, dass die direkte Übertragung der Theorie in die Praxis besonders überzeugt und die Ergebnisse im Arbeitsalltag sichtbar werden. Als Vorteil wurde weiterhin genannt, dass die Projektarbeiten über das Programm hinauswirken und wertvolle Impulse für weitere Vorhaben liefern.
Auch die Teilnehmer zogen ein positives Fazit. Hervorgehoben wurden insbesondere die unmittelbare Anwendung des Gelernten, die Qualität der Trainer und Trainerinnen sowie der fachliche und persönliche Austausch im Netzwerk.