Dieses Mal trafen wir uns zu ausgewählten Themen, die bei der Technischen Dokumentation wichtige Rollen spielen: Es ging allgemein um Redaktionssysteme, die Rechtskonformität von Dokumenten und ein Good Practice-Beispiel aus dem Bereich Übersetzungsmanagement.
Zum dritten Treffen am 25. März 2026 haben wir unsere Runde bewusst erweitert: Neben den Mitgliedern der Arbeitsgruppe waren auch Verantwortliche aus Unternehmen eingeladen, die im projektbegleitenden Ausschuss zu Christian Kochs Forschungsprojekt UniDoku mitwirken.
An diesem Vormittag gab es ein kompaktes Programm mit diversen Impulsen und einem Good-Practice-Beispiel.
Zu Beginn hat uns Christian Koch vom IPS an der TU Dortmund eine kurze Übersicht über den aktuellen Stand des Projekts gegeben. Das dort entwickelte Reifegradmodell für die Technische Dokumentation, an dem unsere Arbeitsgruppe mitgewirkt hat, ist jetzt in der Webversion anwendbar: https://unidoku-ips.streamlit.app/
Den Auftakt zum weiteren inhaltlichen Teil machte Christoph Beenen von der Kothes GmbH. Er präsentierte uns einen Überblick, wie moderne Redaktionssysteme funktionieren, welche Vorteile sich durch ihre Nutzung ergeben und wie wichtig die Berücksichtigung individueller Anforderungen bei ihrer möglichen Einführung ist. Zudem machte er deutlich, dass die Aufgaben Technischer Redaktionen zunehmen. Komplexe Zusammenhänge, neue regulatorische Anforderungen, eine schnellere Erstellung von Inhalten, unterschiedliche Distributionskanäle und die Sicherung von Konsistenz, Korrektheit und Verständlichkeit müssen in Einklang gebracht werden. Hier kann Künstliche Intelligenz ansatzweise unterstützen. Allerdings ist vorab zu klären, welche Tools sinnvoll sind, wo sich der Einsatz lohnt und welche KI-Agenten perspektivisch den Workflow verbessern könnten.
Es folgte ein Good Practice-Beitrag von Katrin Fomm von der WILO SE, die interessante Einblicke in ihren Bereich Übersetzungs- und Technologiemanagement gab. Hier war besonders beeindruckend, wie die Orchestrierung unterschiedlicher Tools zu einer ganzheitlichen Umsetzung führen kann und in welch hohem Maß eine klare Terminologie entscheidend für den Erfolg ist
Einen dritten Impuls setzte Roland Schmeling von der Schmeling + Consultants GmbH zum Thema Rechtskonformität. Hier war von Interesse, wie Technik- und Produktrecht bestimmte Vorgaben für die Technische Dokumentation machen. Eine neue Dimension öffnet sich mit der übergreifenden Transparenz, die der Digitale Produktpass (DPP) als zentrales Instrument für produktsicherheitsrechtliche Fragen mit sich bringen wird. Diskutiert wurden auch die Veränderungen im Rahmen der neuen EU-Maschinenverordnung.
Herzlichen Dank an alle, die einen Impuls beigesteuert haben und ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit der Gruppe geteilt haben, und an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für den lebendigen und offenen Austausch.
Für unsere Arbeitsgruppe werden wir für den Spätsommer bald nach einem Folgetermin Ausschau halten.