Schon mal was von KI-Agenten gehört? Mit Sicherheit – der Hype hält an.
In einem intensiven Workshop zu dieser Thematik haben wir uns am 8. Juni 2026 mit der Frage beschäftigt, was hinter KI-Agenten steckt und wie sie funktionieren.
Unser Workshop richtete sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bereits über KI-Grundwissen verfügen und tiefer in technische Zusammenhänge eintauchen wollten. Geleitet wurde er von Marco Fries vom Zukunftszentrum KI NRW, der uns praxisnah in das Universum (Open‑Source‑basierter) KI-Agenten einführte.
Dabei zeigte sich: KI-Agenten gehen über klassische KI-Anwendungen deutlich hinaus. Während herkömmliche Systeme meist auf einzelne Aufgaben beschränkt sind, können KI-Agenten eigenständig handeln, Entscheidungen treffen und mehrere Schritte zielgerichtet miteinander verknüpfen. Sie kombinieren Sprachmodelle mit weiteren Komponenten wie Tools, Datenquellen oder Schnittstellen und ermöglichen komplexe, automatisierte Prozesse.
Im Mittelpunkt standen zunächst die technischen Grundlagen. KI-Agenten basieren auf modernen KI-Systemen, in denen Modelle, Daten und Plattformen eng zusammenspielen. Besonders entscheidend ist die Fähigkeit, externe Tools anzusteuern und Ergebnisse iterativ zu verbessern.
Der Einsatz von KI-Agenten erfordert eine leistungsfähige Infrastruktur – von geeigneten Rechenressourcen bis hin zu durchdachten Datenflüssen und Schnittstellen.
Wichtig ist, KI-Agenten von automatisierten Prozessen klar abzugrenzen. Eine klassisch KI-gestützte Automatisierung folgt festen Regeln. KI-Agenten hingegen agieren flexibler, können Entscheidungen kontextbezogen treffen und selbstständig nächste Handlungsschritte ableiten.
Allerdings ist auch hier eine Kontrolle und Überprüfung unerlässlich und nach wie vor agieren Agenten nicht von allein – sie benötigen unbedingt einen „Trigger“, der sie dazu aktiviert, ihre Aufgabe zu beginnen.
Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigte die Frage, wie sich ein anbieterunabhängiges, datensouveränes KI-System auf Basis von Open Source realisieren lässt. Open Source ermöglicht Transparenz, Anpassbarkeit und bei entsprechender Hardwareausstattung auch den lokalen Betrieb für möglicherweise Anwendungen mit sensiblen und unternehmenseigenen Daten.
In der anschließenden Diskussionsrunde wurde klar: Oft können KI-gestützte Automatisierungen bei bestimmten Aufgaben voll ausreichend weiterhelfen. Es muss nicht alles umgesetzt werden, was technisch möglich ist oder von Beratern empfohlen wird: Dreh- und Angelpunkt: Wer hat das Wissen und kann so etwas umsetzen?
Herzlichen Dank an Marco Fries für das abwechslungsreiche Teilen seines Wissens, an das Zukunftszentrum NRW, dass wir Workshops diese Art kostenfrei anbieten können und an alle, die dabei waren, für den offenen Austausch, der dieses Mal neue Perspektiven auf die praktische Nutzung von KI-Agenten eröffnet hat.