Zum vierten Mal trafen wir uns in der Arbeitsgruppe Technische Dokumentation am 17. Juni 2026 im Dortmunder Hafen. Highlight des Vormittags: Der Rundgang in der Produktion unseres Mitgliedsunternehmens ABP Induction Systems GmbH.
Zu Beginn gab es eine ausführliche Runde zum Stand der Dinge in Sachen Technische Dokumentation, bei der einzelne Fragestellungen diskutiert wurden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben bereits mit dem Reifegradmodell gearbeitet und stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen.
Einige aus der Gruppe konnten das Reifegradmodell gut nutzen, um zum Beispiel geeignete Kennzahlen festzulegen.
Die Möglichkeit, Informationen zur Dokumentation digital bereitzustellen, wurde auch diskutiert. Hier kann es hilfreich sein, einen QR-Code direkt am Produkt oder an der Anlage anzubringen. Zu klären ist, wie eine lebenslange Bereitstellung funktionieren kann.
Nach wie vor liegt eine wesentliche Herausforderung im sinnvollen Technologie- und Wissensmanagement sowie die zielgruppenspezifische Aufbereitung der Informationen.
Mit der neuen EU-Maschinenverordnung, die ab dem 20.01.2027 gilt, müssen bestimmte neue Vorgaben umgesetzt werden.
In der anschließenden Gruppenarbeit konnten wir zwei Fragestellungen näher beleuchten: Wie kann die digitale Bereitstellung der Informationen für die Technische Dokumentation ablaufen und welche Schnittstellen und Möglichkeiten zum abteilungsübergreifenden Wissensaustausch bieten sich an?
Der konkrete Blick über den Tellerrand hinaus führte uns in die Produktion von ABP. Seit mehr als 100 Jahren werden am Standort im Dortmunder Hafen Induktionsöfen gebaut. ABP hat sich 2005 als ABP Induction Systems GmbH von der Gießereisparte von ABB losgelöst und ist mit seinem Headquarter in Dortmund einer der weltweit führenden Hersteller von Anlagen für den Bereich induktives Schmelzen und Erwärmen.
Gießereien und Schmieden sowie Stahlwerke gehören zu den Kunden, die Metalle und Schrott in Induktionsöfen kontaktlos erwärmen oder schmelzen. ABP baut diese Öfen sowie die Umrichter für die Energieversorgung und übernimmt den Service.
In zwei kleineren Gruppen erhielten wir interessante Einblicke in die elektrische und mechanische Fertigung und bekamen einen Eindruck, in welchen Dimensionen ABP von klein bis sehr groß Induktionsöfen baut und aufbereitet.
Herzlichen Dank an Dr. Moritz Spichartz und Christian Lindecke von ABP für den eindrucksvollen Rundgang.
Zum Abschluss machten wir passend Mittagspause in der Kantine von ABP und haben festgelegt, dass es im September 2026 ein kürzeres Online-Treffen und voraussichtlich im November 2026 einen weiteren Termin in Präsenz geben wird.
Neue Gesichter sind immer willkommen.